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Die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft Boltenhagen

„Die Sachsen haben es erfunden, die Initialzündung kam von der Insel Rügen“ berichtet der zweite Vorsitzende der DLRG Boltenhagen, Raoul Alkewitz auf einer Veranstaltung der Strandläufer Boltenhagen. Mit ihm sind noch der erste Vorsitzende, Sven Schmitz und der Einsatzleiter Pit Gagzow dabei, die sich von Krefeld auf den Weg in den Norden gemacht haben sowie die Jugendbeauftrage Ellie. Den knapp 40 Anwesenden wurde in diesem Vortrag einiges über die lebensrettende Arbeit der DLRG erzählt. Hinter dem Akronym DLRG verbirgt sich Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft, die aus einem traurigen Anlass gegründet wurde.
    „Am 28. Juli 1912 brach in Binz auf der Insel Rügen unter der Last von rund 1.000 Besuchern ein Teil der 585 m langen Seebrücke zusammen“ erläutert Sven Schmitz mit ernster Miene und fährt fort: „Nur fünf Prozent der Anwesenden konnten schwimmen und trotz beherztem Eingreifen einiger Helfer fanden 16 Personen den Tod. Das war der Anlass für zwei engagierte Wasserretter, sich noch intensiver mit der Ausbildung und Rettung von Badegästen zu beschäftigen. In der Folge wurde die DLRG am 19.10.1913 in Leipzig gegründet.“    

Pit Gagzow ergänzt, dass die DLRG mit derzeit 1,8 Millionen Mitgliedern und Förderern die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt ist. 45.000 Retter leisten jährlich rund 2,5 Millionen Rettungsstunden an den Küsten, Seen und in den Bädern. Freiwillig – so auch im Ostseebad Boltenhagen.

     „Raoul“ fordert Sven seinen Mitschwimmer auf „was kannst du über die DLRG Boltenhagen berichten?“

     „Mit zehn aktiven Rettungsschwimmern leisten wir jährlich rund 1.200 Wachstunden, auch in der Vor- und Nachsaison. Im Sommer werden wir von befreundeten Schwimmern aus der gesamten Bundesrepublik unterstützt, sind in der Hochsaison täglich zwischen 10:00h und 18:00h mit 21 Rettungsschwimmern an den fünf festen Rettungstürmen und den drei mobilen Strandaufgängen vertreten“ sagt er, schaut in die Runde und sieht die anerkennenden Blicke vieler Zuhörer.

     „Wir machen unseren Job sehr gern“ ergänzt Pit „brauchen aber insbesondere im Sommer auch mehr Umsichtigkeit der Badegäste. Letztes Jahr lagen Kleider und Rucksack eines Badegastes für sehr lange Zeit herrenlos am Strand, andere Badegäste haben uns darauf angesprochen, wir haben einiges in Bewegung gesetzt um die Person zu finden. Diese kam dann Eis schleckend und wohlgelaunt vom Mittagessen zurück. Alles noch einmal gut gegangen, aber bei solchen Einsätzen binden wir unnötig Einsatzkräfte und können uns dann weniger auf die anderen Badegäste konzentrieren.“

     „Wir lieben unsere Aufgabe und sind sehr gern hier, viele sind schon Jahre dabei und kommen immer wieder, opfern die Freizeit und finden die Kameradschaft in Boltenhagen einfach super“ schließt Sven den Vortrag und lobt in diesem Zusammenhang Ellie für ihren Einsatz in der Jugendarbeit.     

Kleine Flaggenkunde für ungetrübte Badefreuden:

Bevor es an den Strand geht, der ideale Sonnenplatz ausgesucht und das erste Bad genommen wird, ist ein Blick zum Wachturm hilfreich und beruhigend. Die Flaggensignale sind eindeutig:

Die einzelne, rot-gelbe Flagge zeigt an, dass der Turm besetzt ist.

Zusätzlich noch eine gelbe Flagge: Das Baden ist gefährlich und nur für geübte Schwimmer zu empfehlen, Kinder sollten am Strand bleiben.

Eine einzelne, rote Flagge zeigt an: Lebensgefahr – insbesondere bei hohem Wellengang, starker Strömung oder Gewitter vorzufinden. Die Gäste werden angemahnt, das Wasser zu verlassen. Es besteht bei der roten Fallge keine Pflicht zur Wasserrettung.

Zur eigenen Sicherheit folgende Regeln beachten:
*Fernhalten von Booten, Buhnen und Wasserpflanzen.

*Nicht in unbekannte und insbesondere nicht in trübe Gewässer springen.

*Nicht erhitzt ins Wasser springen, vorher langsam abkühlen.

*Raus aus dem Wasser wenn Sie zu frieren beginnen oder ein Gewitter aufzieht.

*Nie unter Alkohol- oder Medikamenteneinfluss und mit vollem Magen in Wasser gehen.

*Kommen Sie in eine Unterwasserströmung (Rippströmung), die Sie ins Meer hinauszieht, nicht dagegen anschwimmen, da sie zu stark ist, sondern raustreiben und seitlich dazu hinaus schwimmen.

*Warnhinweise – s. kleinen Flaggenkunde – Verbote und Abgrenzungen beachten.

*Überschätzen Sie nicht die eigene Kraft und das Können.

*Aufblasbare Schwimmkörper sind keine sichere Hilfe für Nichtschwimmer.

Hier noch einmal visuell erklärt. 

Fakten:

Strandwachen im Ostseebad Boltenhagen:
Der rund 5 KM zu bewachende Sandstrand erstreckt sich von der Steilküste bei Redewisch bis zum Naturschutzgebiet Tarnewitzer Huk sowie 300m an der Weißen Wiek

Vom 15. Mai bis 15. September täglich zwischen10:00h und 18:00h

Rettungstürme an den Aufgängen: 6 – 11 – 14 – 18 & 20

Mobile Container an den Aufgängen: 01 (Redewisch, gegenüber dem Imbiss), 2&3 sowie 23&24 in Kombination

 

Aufgaben neben den Wacheinsätzen:

Aktiv bei der Schwimmausbildung von Kindern, bis zum Seepferdchen Abzeichen.

Ausbildung im Rettungsschwimmen, zwischen 14 und 26 Jahren

 

Wie können wir die DLRG Boltenhagen, derzeit 73 Mitglieder, unterstützen:

Einsatz als ausgebildete Rettungsschwimmer, boots- oder Wachführer.

Mithilfe bei der Absicherung von Veranstaltungen am Wasser oder bei Sanitätsdiensten.

Mithilfe bei der Materialpflege

Finanzielle Unterstützung der freiwilligen Arbeit wird sehr gern gesehen.

Mitgliedschaft – aktiv oder passiv:

Einzelmitgliedschaft: 84,-- € jährlich

Familienmitgliedschaft: 108,-- € jährlich

Spenden sind ebenso herzlich willkommen.

 

Bankverbindung:

Deutsche-Lebens-Rettungsgesellschaft, Ortsgruppe Boltenhagen e.V.

IBAN: DE70 1405 1000 1000 0352 60

BIC: NOLADE21WIS

 

Kontakt:

Mail     Vorstand          

Mail     Allgemein      

Internetseite      

Baderegeln der DLRG

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